Kleinkinder zeigen Anzeichen der Moral noch bevor sie viel von der Welt erfahren haben.

Neue Forschungen zum Thema Moral bei Kleinkindern zeigen, dass Kinder bereits ab dem Alter von 14 Monaten versuchen, spontan anderen zu helfen, ohne dafür irgendeine Belohnung zu erwarten (Warneken & Tomasello, 2007).

Im letzten Jahrzehnt hat es eine Explosion der Moralitätsforschung mit Kindern gegeben. Experimentelle Studien haben gezeigt, dass Kleinkinder bereits eine angeborene Neigung haben anderen zu helfen.[1]

Betrachten wir die neueren Forschungen mit Puppentheater an Babys: Eine Puppe hilft jemandem, eine andere Puppe behindert jemand anderes. Die Babys beobachten das helfende und behindernde Verhalten. Säuglinge ab dem Alter von drei Monaten reagieren unterschiedlich auf diese Puppen.[2]

Sechs Monate alte Babys reagieren positiv auf jemanden, der anderen hilft.[3] 18-monatige Kinder helfen spontan anderen, damit sie ihr Ziel erreichen.[4] Positives Sozialverhalten liess sich bereits bei zweijährigen Kindern nachweisen.[5] Und vieles mehr.

Obwohl die Ansicht weitverbreitet ist, dass Menschen von Natur aus egoistisch sind und nur durch religiöse Erziehung zunehmend moralisch werden, gibt es keine Beweise dafür.[6] In einem Experiment versucht eine Person vergeblich ein Objekt zu erreichen. Die meisten Kleinkinder händigen das Objekt aus, selbst 14 Monate alte Babys versuchen es. Im Durchschnitt halfen die Kinder nach 6,9 sec. In diesen Versuchen.[7]

Die frühkindliche Entwicklung von moralischem Verhalten beleuchtet, warum Glaube und Überzeugungen nicht notwendig sind für das Entstehen von Moralität. Hilfsbereitschaft, moralische Urteilskraft, Sinn für Gleichheit, soziale Entwicklung und vorausschauendes Helfen sind angeboren und universell.[8-15]

Aussage 3
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Verweise